2020

Bereits vor Absage des Jungendmedienpreises erreichten uns einige tolle Einsendungen, die wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Da in diesem Jahr auch Texte eingereicht werden konnten, freuen wir uns umso mehr, Euch gleich etwas aus dieser Kategorie zeigen zu können:

Mein Alltagsheld

Hallo zusammen, meinen Alltagsheld
den fand ich schnell, wie bestellt.
Es ist aus Bieringen der Bäcker,
er backt die Brötchen gut und lecker.

Er bringt uns jeden Samstagmorgen
die Brötchen vor die Tür, wir müssen sie nicht mehr besorgen.
Unglaublich ist das meiner Meinung
und so eine tolle Erscheinung.

Aufstehen, anziehen, Tüte rein,
ach, ist das nicht einfach fein.
Und schon kann das Frühstück losgehn',
ohne zu fahren und früh aufzustehn'.

DANKE ans Bieringer Backhaus,
jeden Samstag zum Frühstück ein' Gaumenschmaus.
Bleibt weiterhin dabei,
denn bei euch, da gibt's einfach allerlei.

Vielen Dank an Pauline Rist aus Rottenburg.


Aura Damacline

Meine Heldin des Alltags ist Aura Damacline. Ich habe sie bei unserer Reise durch Kenia im letzten Sommer kennengelernt.
Dort hat sie in einem Hotel gearbeitet. Sie ist 22 Jahre alt und für mich eine Heldin des Alltags, weil sie ihr Leben meistert, obwohl sie schon sehr früh ihr hartes Leben alleine in den Griff bekommen musste: Schon mit 17 hat sie ein Kind bekommen, das sie jetzt allein aufzieht, und dafür hart arbeitet.

Jedoch ist das Leben in Kenia vor allem in diesem Jahr sehr schwer: Seit Anfang des Jahres ist in Kenia und anderen ostafrikanischen Ländern eine schreckliche Heuschreckenplage ausgebrochen, diese verursacht eine große Hungersnot. Dazu kommt, dass Aura wegen Corona auch noch ihren Job verloren hat. Aura ist sehr gläubig und verliert dadurch nie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Als wir ihr an Ostern Geld geschickt haben, um sie in dieser schweren Situation zu unterstützen, hat sie davon viele Lebensmittel eingekauft und an die vielen Straßenkinder und Obdachlosen verteilt. Das hat mich sehr beeindruckt, da ich es nicht für selbstverständlich halte, dass jemand, der selbst zu wenig hat, auch noch an die anderen denkt.

Rottenburg, 7.7.2020

Vielen Dank an Emilia Traulsen